Mein Freund Miki und ich haben uns dieses Jahr gesagt, dass wir diesen Sommer wieder eine Fahrradtour machen müssen. Von Miki kam die Initiative, zum nächstgelegenen Meer zu fahren, das wir haben, und obwohl ich kein Fan von flachem Gelände bin, dachte ich mir, dass dies eigentlich ein gutes Ziel ist, also warum nicht versuchen. Ich habe auch festgestellt, dass es super wäre, auf dem Weg zum Meer in die deutsche Metropole Berlin zu stoppen, wo ich schon lange an einem Tag mit dem Fahrrad hinfahren wollte.
Also begannen wir, die Reise zu planen. Da keiner von uns so große Taschen und auch keine ultraleichte Campingausrüstung besitzt, haben wir beschlossen, unsere Unterkunft über Airbnb zu buchen. Unsere Reise haben wir in zwei längere Etappen plus einen kurzen Abstecher ans Meer unterteilt. Die erste dieser Etappen war von Teplice nach Berlin geplant und die zweite von dort nach Mecklenburg-Vorpommern so nah wie möglich ans Meer. In Berlin wollte ich einen ganzen Tag verbringen, damit wir etwas regenerieren und uns zumindest ein paar schöne Plätze in dieser Stadt ansehen können. Wir haben beide große Satteltaschen, Rahmentaschen und eine kleine Lenkerrolle mitgenommen.
Wir nahmen nur wirklich notwendige Dinge mit, wie Ersatz-Radbekleidung, Hygiene und einige grundlegende Freizeitbekleidung, und selbst dann hatten wir diese Taschen buchstäblich vollgestopft. Daher ist es für mich schwer vorstellbar, auch noch ein Zelt und einen Schlafsack mitzunehmen, obwohl wir am Lenker Platz für größere Taschen gehabt hätten.
Am Morgen des 6. August machten wir uns über Cínovec und dann über Dippoldiswalde auf den Weg nach Dresden. In Dresden wurde im Zentrum eine Bombe gemeldet, sodass es ziemlich chaotisch war und wir das Zentrum umfahren mussten. Zum Glück gab es dort aber keine Bombe. Danach fuhren wir von Dresden aus weiter nach Norden durch die Städte Radeburg, Ortrand, Finsterwalde und Luckau. In diesem Teil Deutschlands gab es nur noch Ebenen und auch eine ziemlich geringe Besiedlungsdichte, sodass wir die Stopps zum Auffüllen von Essen und Trinken planen mussten. Auch wenn es sich um wirklich flaches Land handelte, kann ich nicht sagen, dass diese Landschaft langweilig war. Teilweise führte die Radstrecke durch Kiefernwälder, die typisch für Brandenburg sind. Nach 255 Kilometern und knapp 9 Stunden Fahrt kamen wir am Stadtrand von Berlin an, wo wir untergebracht waren. Am nächsten Tag machten wir eine Stadttour, diesmal ohne Fahrrad. Wir besuchten das Zentrum, das Olympiastadion, Kreuzberg und den Flughafen Tempelhof, wo während der Teilung Berlins Flugzeuge landeten, die den westlichen Teil versorgten. Heute ist Tempelhof ein Freizeitort, sodass man dort viele Radfahrer, Läufer und Inlineskater trifft. An Berlin muss ich seine großartige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr hervorheben. Mit den Stadtbahnen (S-Bahn) und der U-Bahn kommt man fast überall hin und das sogar in ziemlich guter Zeit.
Wir nutzten auch die Berliner Öffentlichen Verkehrsmittel mit Fahrrädern, als wir uns am nächsten Tag an den nördlichen Stadtrand von Berlin begaben. Für den Transport von Fahrrädern in Berlin muss man im Gegensatz zu Prag ein zusätzliches Ticket kaufen.
Vom nördlichsten Teil Berlins, Frohnau, begaben wir uns nach Norden über die Städte Oranienburg, Gransee, Fürstenberg/Havel, dann durch den Nationalpark Müritz, Neubrandenburg, Altentreptow und Loitz bis zu unserer Unterkunft in der Nähe von Grimmen. Während dieser zweiten Etappe hatten wir insgesamt 4 Pannen, wahrscheinlich aufgrund verschiedener Oberflächen wie Kopfsteinpflaster, Schotter und kleinen Straßen, die mit Kies von umliegenden Feldern durch Traktoren gefüllt waren. Bei mir trat eine Panne an beiden Felgen etwa 40 Kilometer vor der Unterkunft auf, und ich hatte nur einen Schlauch dabei. Zum Glück, als ich bereits nach einer Verkehrsverbindung suchte, besorgte mir Miki einen Schlauch von einem netten Herrn vor Ort. Trotzdem trennten wir uns und ich ging, um das Abendessen einzukaufen und Miki kümmerte sich um die Unterkunft. Ich hatte zum Glück keine weitere Panne, aber Miki leider schon. Zum Glück war es nicht mehr so weit von der Unterkunft entfernt, sodass er es zur Unterkunft schaffte.
Am nächsten Tag ging ich Schläuche kaufen und dann machten wir uns auf den Weg nach Greifswald, wo wir endlich das Meer sahen. Zwar war hier vielleicht nicht einmal das offene Meer zu sehen, aber trotzdem freuten wir uns, dass wir dieses Ziel erreicht hatten.
Am fünften und letzten Tag stand uns nur noch die Heimreise bevor. Wieder von Greifswald fuhr der Flixbus bis nach Prag, in dem wir fast den ganzen Tag verbrachten.
Ich muss sagen, dass ich diese Reise sehr genossen habe und dass sie keineswegs erholsam war. In drei Tagen auf Fahrrädern sind wir über 550 km gefahren. An den verbleibenden zwei Tagen sind wir noch einmal auf das Fahrrad gestiegen, aber nur, um nach Greifswald zu gelangen. Aus dieser Reise lerne ich auch, dass ich mehr als einen Ersatzschlauch mitnehmen muss. Für diese Reise habe ich mir auch eine Tasche Acepac MKIII zugelegt und muss sagen, dass ich damit wirklich zufrieden war. Einziges Problem bei allen langen Taschen ist das Wackeln von Seite zu Seite, besonders beim Fahren im Stehen. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell und es schränkt die Leistung kaum ein. Ich wünsche Ihnen viele angenehm verbrachte Kilometer im Sattel.
Matěj Rusek, Botschafter von Koloshop
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