Trekkingstöcke helfen, die Stabilität zu erhöhen, bieten Unterstützung beim Aufstieg und beim Abstieg. Zusätzlich können sie zum Bau eines Unterstands für die Übernachtung genutzt werden. Neben Wanderern haben auch Läufer, die gerne abseits von Asphalt auf Laufstrecken gehen, Gefallen an ihnen gefunden.
Für die richtige Auswahl der Trekkingstöcke ist es wichtig zu wissen, was Sie von ihnen erwarten. Dann müssen Sie wissen, auf welche Parameter Sie bei der Auswahl achten sollten. Es wird Sie die richtige Länge, das verwendete Material, die Konstruktion, das Gewicht oder der Griff interessieren.
Der erste, vielleicht wichtigste, Parameter ist die richtige Länge. Es gibt eine grobe Berechnung: Multiplizieren Sie Ihre Größe mit dem Koeffizienten 0,68 und das Ergebnis ist die ideale Länge der Wanderstöcke. Sie können es einfach in der Praxis überprüfen. Beim Gehen auf ebenem Boden sollten Schultern und Unterarme im rechten Winkel von 90 Grad stehen. Einige Stöcke sind verstellbar, was im Gelände praktisch ist, da Sie den Stock beim Abstieg verlängern oder beim Aufstieg verkürzen können, um die Schultern zu entlasten.
TIPP! Die Berechnung ist nur orientierend. Für eine unverbindliche Empfehlung kann auch der Berater vom Hersteller für Trekking- und andere Stocktypen Leki. genutzt werden. Die größte Sicherheit erhalten Sie jedoch, wenn Sie die richtige Stocklänge selbst zum Beispiel in einem unserer Geschäfte ausprobieren.
Stöcke können verschiedene Konstruktionen haben. Sie können aus einem Stück gefertigt oder faltbar sein. Einteilige Stöcke eignen sich für eine bestimmte Körpergröße des Benutzers. Sie sind im Allgemeinen robuster und weisen keine Schlösser oder Verbindungen auf. Faltbare Stöcke lassen sich in klappbare und teleskopische unterteilen.
Faltbare Stöcke sind im Inneren mit einem Seil durchzogen und können an Zeltstangen erinnern. Sie sind sehr schnell zusammen- oder auseinandergebaut. Sie eignen sich für die meisten Outdoor-Aktivitäten und werden oft beim Geländelauf verwendet. Ihr Vorteil ist die Kompaktheit und schnelle Faltung. Allerdings haben sie einen geringen Bereich der Höheneinstellung.
Teleskopstöcke sind wahrscheinlich den meisten von uns bekannt. Je nach Anzahl der Segmente in der Konstruktion werden sie in zweiteilige und dreiteilige unterteilt. Zweiteilige Stöcke sind steifer und können eine höhere Belastung bewältigen. Die Segmente haben meist einen größeren Durchmesser und sind schwerer. Dreiteilige Stöcke lassen sich sehr gut verstauen und sind vielseitig einsetzbar. Zudem sind sie leichter als die zweiteiligen. Teleskopstöcke sind im Allgemeinen leicht einstellbar, kompakt und können eine größere Last tragen. Ihr Aufbau ist jedoch langsamer als bei den faltbaren Stöcken.
Die einzelnen Segmente verfügen entweder über drehbare oder hebelartige Schlösser. Drehbare Schlösser sind sehr einfach zu bedienen, da man die Teile nur drehen muss, und schon ist es fertig. Sie sind jedoch weniger robust als hebelartige Schlösser.
Gefederte Stöcke dämpfen Stöße. Sie können Schmerzen in den Beinen oder bei anderen gesundheitlichen Problemen lindern. In dem Moment, in dem der Stock den Boden berührt, federt er ein und kann leicht instabil wirken.
Ungefederte Stöcke sind oft preisgünstiger und leisten in geeignetem Gelände hervorragende Arbeit. Sie sind eher für anspruchslose Wanderer geeignet und können bei gewöhnlichen Spaziergängen genutzt werden.
Auf dem Markt finden Sie Stöcke aus Aluminium, die preislich erschwinglicher sind. Aluminium ist in der Regel widerstandsfähiger, geeignet für Anfänger, aber gleichzeitig schwerer und oft ist nicht vorgesehen, dass es im Rucksack getragen wird. Eine teurere Variante ist Carbon. Carbonstöcke sind leichter, können Stöße dämpfen und sind die ideale Wahl für aktive Sportler und anspruchsvolle Touren. Sie sind in der Regel teurer und anfälliger für Brüche. Sie können auch auf Dural zurückgreifen, eine Aluminiumlegierung, die stärker ist als reines Aluminium, aber immer noch preisgünstig.
Die Griffe von Trekkingstöcken können aus Kunststoff gefertigt sein. Diese können jedoch nicht mit Schweiß umgehen und die Hände können rutschen. Eine geeignete Alternative, die gut hält, ist Neopren. Weiterhin sind Griffe aus nicht saugfähigem EVA-Schaum erhältlich, der ebenfalls gut in der Hand liegt und Vibrationen absorbiert. Weitere Varianten sind Kork, der etwas schwerer ist, oder eine Kombination aus Bindemittel und Kork. Die günstigste Variante ist oft Gummi, der schwerer und rutschig ist.
Es gibt auch Stöcke mit verlängerten Griffen. Hier ist ein großer Vorteil die Möglichkeit, den Griff im anspruchsvollen Gelände zu wechseln.
Die Ergonomie des Griffs ist ebenfalls ein wichtiger Punkt bei der Auswahl von Trekkingstöcken, die für eine komfortable Bewegung und richtige Unterstützung in jede Hand passen müssen. Deshalb ist es am besten, die Stöcke auszuprobieren. An den Griffen können auch Handschlaufen angebracht sein, die die Sicherheit erhöhen. Die Schlaufen können in der klassischen Version sein, bei der Sie einfach die Länge einstellen, die Ihnen passt. Oder im Handschuh-Stil, die meist in mehreren Größenvarianten angeboten werden.
An den unteren Enden der Stöcke finden Sie eine Spitze. Die feste Spitze ist für natürliche Untergründe bestimmt. Für harte Untergründe wie Pflaster oder Beton ist ein Gummipuffer besser geeignet. Weiche oder lose Untergründe erfordern den Einsatz von Körben.
Die Auswahl der richtigen Stöcke mag anspruchsvoll erscheinen, aber so schwierig ist es nicht. Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, für welchen Zweck und in welchem Gelände Sie sie verwenden möchten, haben Sie den halben Weg geschafft. Vor allem scheuen Sie sich nicht, sie auszuprobieren, Sie werden selbst feststellen, wie große Helfer sie sind.
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