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Tipp für eine Fahrradtour durch die Böhmisch-Sächsische Schweiz

Der Sommer ist bereits in vollem Gange, und deshalb ist es auch Zeit für längere Ausfahrten. Diesmal möchte ich euch eine Route durch meine Lieblingsregion zeigen, das Elbsandsteingebirge – sowohl von der tschechischen als auch von der deutschen Seite. Die Strecke ist recht wellig, aber wann sollte man sonst die Berge trainieren, wenn nicht im Sommer.

Veröffentlicht: 4. 7. 2024
3 Min. Lesezeit
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Der Start der Strecke ist in Děčín, das über eine ziemlich gute Zugverbindung aus Teplice und Ústí nad Labem erreichbar ist, aber auch von Praha ist es nicht allzu weit. Aus Teplice und Ústí kann man natürlich auch bequem mit dem Fahrrad anreisen. Von Děčín aus geht es in den Anstieg Richtung Folknáře, in diesem Dorf biegen wir links nach Ludvíkovice ab, anschließend über Arnoltice und Janov weiter nach Hřensko. Von Hřensko aus fahren wir rechts weiter in Richtung Jetřichovice, wo uns ein sanfter Anstieg durch den Nationalpark České Švýcarsko erwartet. Noch immer sind die Schäden des Waldbrands, der die Landschaft vor zwei Jahren getroffen hat, deutlich sichtbar. Das hat jedoch auch einige „positive Aspekte“, denn heute hat man sogar von der Straße aus einen guten Blick auf die Felsen um sich herum. Nach der Durchfahrt durch Mezní Louka folgt eine kürzere Abfahrt mit vielen Kurven – also Vorsicht vor Autos im Gegenverkehr! Danach geht es einen kurzen Anstieg durch Vysoká Lípa hinauf, anschließend folgt die Abfahrt nach Jetřichovice. Es folgt eine kurze steile Rampe nach Rynartice, deren Steigung euch dazu zwingt, aus dem Sattel zu gehen. Danach wartet die Fahrt über eine wunderschöne, kurvige Straße bis nach Kyjov, wo es eine Zeit lang entlang des Bächleins Chřibské kamenice geht und die Straße stellenweise wirklich fast durch die Felsen führt – das muss wirklich jedem Spaß machen. Von Kyjov folgt der Anstieg in das Dorf Vlčí Hora, das nach dem Hügel benannt ist, der sich über ihm erhebt. Danach geht es bergab nach Brtníky, und bis nach Dolní Poustevna führt die Strecke entgegen der Route der Tour de Zeleňák, einem der größten Amateur-Rennen bei uns.

Von Dolní Poustevna fahren wir weiter durch die Stadt Sebnitz mit einem schönen Zentrum und mehreren Museen. Von dort aus geht es über einen Hügel nach Ottendorf, danach folgt eine Abfahrt ins Tal des Bachs Křinice. In diesem Tal gibt es viele schöne Restaurants mit Biergärten. Das Kirnitztal dient auch als Ausgangspunkt für viele Touren oder Gravel-Ausfahrten ins Herz der Sächsischen Schweiz. Aber auch von der Straße aus sind viele Felswände zu sehen. Durch das Tal führt eine Straßenbahnstrecke von Bad Schandau zum Lichtenheimskému vodopádu. Entlang der Křinice geht es weiter ins bereits erwähnte Bad Schandau, wo wir unsere Vorräte auffüllen oder irgendwo auf einen Kaffee einkehren können. Anschließend führt die Strecke auf die andere Seite der Elbe über die Brücke und dann auf dem Elberadweg bis nach Königstein, von dort über die Hauptstraße hinauf zur gleichnamigen monumentalen Festung, deren erste Erwähnungen aus dem 13. Jahrhundert stammen und die gerade mit dem Českým královstvím verbunden sind. Für den Eintritt in die Festung werden 15 Euro pro Person fällig, aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Von der Festung aus fahren wir auf einer Asphaltstraße nach Nikolsdorf und von dort zurück an den Rand von Königstein. Danach geht es in einem langen, gleichmäßigen Anstieg hinauf nach Cunnersdorf und von dort zu den Tafelbergen Papstein und Göhrish. Über Papstdorf rollen wir hinunter in das Dörfchen Krippen, das gegenüber von Bad Schandau auf der anderen Seite der Elbe liegt. Bei der Abfahrt öffnen sich wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Felsen, aber am besten hält man an, statt sich während der schnellen Abfahrt fahrend daran zu erfreuen.

Von Krippen geht es wieder auf dem Elberadweg weiter, diesmal jedoch in die entgegengesetzte Richtung bis nach Děčín. In der Saison sind hier viele Ausflügler mit dem Fahrrad unterwegs, daher ist Vorsicht geboten. 

In Děčín liegt auch das Ziel der Route: Knapp 140 Kilometer und 1700 Höhenmeter sind nicht gerade wenig, aber wann, wenn nicht im Sommer, fährt man solche Strecken. Mit dieser Route wollte ich zumindest einen Teil der schönen Orte zeigen, die diese Region zu bieten hat – ich hoffe, sie gefällt euch.

Viel Erfolg!

Matěj, ambasador Koloshop

Die meiste Freizeit verbringe ich auf dem Rennrad, aber manchmal fahre ich auch mit dem Mountainbike ins Gelände. Ich entdecke gerne neue Wege und Anstiege in der Umgebung meines Zuhauses und überall sonst. Ich studiere an der Universität in Prag und bin gelegentlich in der Prager oder Teplicer Filiale von koloshop zu finden.

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