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Hostýnské vrchy – Tipp für einen Ausflug mit dem Bike

Die Hostýnské vrchy sind ein kleines Gebirge in der Region Zlín, das als Tor nach Valašsko und als Vorland der Beskydy gilt. Hier findet der legendäre Bikemaraton Drásal statt, und nicht nur für Gläubige ist der Berg Hostýn das prägende Wahrzeichen. Der höchste Gipfel ist der Kelčský Javorník mit 864 Metern. Die umliegenden Hügel und Wälder sind wie geschaffen zum Biken – geschenkt gibt es hier allerdings nichts, und so manche Beine werden auf die Probe gestellt. Die Gegend verdient definitiv mindestens ein verlängertes Wochenende. Für mich persönlich sind die Hostýnky eine Herzensangelegenheit, und ich möchte gern meine Lieblingsroute mit euch teilen. Manche schaffen sie an einem Vormittag, für andere wird es ein Tagesausflug. Also los geht’s!

Veröffentlicht: 28. 7. 2026
1 Min. Lesezeit
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Svatý Hostýn gleich zu Beginn

Ausgangspunkt ist das Dorf Rusava, das sich in zwei Tälern der Bäche Rusava und Ráztoky erstreckt. Da es sich jedoch um eine Rundstrecke handelt, könnt ihr überall auf der Route starten. Die ersten Meter fahren wir durch den Ort und passieren mehrere ursprüngliche Holzhäuser. Am Gemeindeamt biegen wir links ab und lassen die Beine die ersten Hostýner Hügel spüren. Die Asphaltstraße steigt steil über Wiesen an, und um uns herum eröffnen sich herrliche Ausblicke auf Rusava. Hinter der Wegkreuzung Bukovina folgt der steinige Anstieg nach Hostýn, der unsere Fahrtechnik auf die Probe stellt. Wir treten hinauf bis zur Basilika Mariä Himmelfahrt und füllen auf ihrer rechten Seite Wasser an einem Außenwasserhahn nach. Auf der Nordseite des Hügels können wir zur Aussichtswarte hinaufstrampeln. Bei schönem Wetter ist von hier aus sogar der 85 Kilometer entfernte Praděd zu sehen. Seine magische Atmosphäre bewahrt sich Hostýn allerdings für Tage auf, an denen nur wenige Menschen dort sind.

Kaiserweg in Richtung des nächsten Abschnitts der Hostýnské vrchy

Vom Hostýn fahren wir über den Kaiserweg hinunter nach Říka. Der obere Abschnitt bietet wieder schöne Ausblicke in die Umgebung. Seid nur rücksichtsvoll – am Wochenende können hier ziemlich viele Wanderer unterwegs sein. Bergab sind es fast 4 Kilometer, und unter den Rädern wechseln sich durch Erosion ausgewaschene Steine, ein alter befestigter Weg und Waldschotter ab. Ab Říka kommt wieder Beinarbeit ins Spiel. Aus dem Tal des Bystřice-Bachs steigen wir an der Přírodní památky Na Jančích vorbei auf einem breiten Forstweg hinauf, der bei der Přírodní rezervace Smrdutá in einen Pfad übergeht. Der letzte Kilometer ist kein Geschenk, aber dieser Abschnitt gehört wegen seiner Vielfalt zu meinen Lieblingsanstiegen in der Umgebung. Wir gelangen auf einen Forstweg, halten uns rechts und fahren an dem Hügel Čerňava vorbei bergab. Den asphaltierten Waldweg kreuzen wir geradeaus direkt ins Gelände. Kurz geht es durch den Wald bergauf, und an Ferienhütten vorbei rollen wir nach Tesák hinunter, wo wir uns stärken können.

Die nächsten Kilometer fahren wir wie auf einer Achterbahn. Auf der roten Markierung umfahren wir den Gipfel Kyčera. Die Borkenkäferplage hat in den Hostýnské vrchy unschöne Spuren hinterlassen, aber genau hier sind dadurch neue Aussichten in Richtung Vsetínské Vrchy und Javorníky entstanden. Zur Wegkreuzung Pod Křížkem gelangen wir über eine steile Abfahrt, die in einer scharfen Rechtskurve endet und ein paar Meter weiter noch durch eine Furt über einen kleinen Bach führt. Wir sind auf dem Hauptkamm der Hostýnské vrchy angekommen, der in unserer Richtung nach Troják sehr verspielt und schnell ist. Ab und zu schlängeln wir uns zwischen Pfützen hindurch, bis wir aus dem Wald auf die Wiesen hinausfahren. Wenn ihr einen Imbiss dabei habt, ist es hier bei U Češků der ideale Platz für ein Picknick mit Aussicht. Übrigens beteiligte sich die Familie Češků hier während des Zweiten Weltkriegs am Widerstand gegen die Nazis und half Partisanen, die sich in den umliegenden Wäldern versteckten. Nach Troják ist es nur noch ein Stück. Direkt an der Straße gibt es ein Gasthaus, wo wir Energie und Wasser auffüllen können.

Vsetín und Umgebung

Von Troják rollen wir einen Kilometer auf der Straße in Richtung Vsetín hinunter. In einer scharfen Linkskurve biegen wir rechts in einen kurzen, steilen Trailabschnitt ab und fahren weiter auf einem geschotterten Forstweg, der schneller sein kann, als er aussieht. Später gelangen wir auf eine Asphaltstraße, die uns zur Kreuzung in der Siedlung Hutě bringt. Wir biegen rechts hinter die Schranke ab und steigen 4 Kilometer auf Asphalt über den Sattel Nová cesta bis zur Wegkreuzung Pod Oklukem hinauf. Hier wechseln wir ins Gelände auf die grüne Markierung. Vor uns liegen 5,5 Kilometer einer wunderschön abwechslungsreichen Kammstrecke bis zur Wegkreuzung U Dubu. Unter den Rädern wechseln sich wieder breitere Forstwege mit schmalen Pfaden ab, und der Wald verändert sein Gesicht etwa viermal. 

U Dubu erwartet uns ein kurzer, aber intensiver Anstieg auf dem blauen Weg nach Hrubá Malíková. Sobald sich das Profil aber bricht, geht es weiter wellig und abwechslungsreich. Etwas unscheinbar ist die Abzweigung an der Kreuzung Pod Javorčím. Wir fahren links auf dem gelben Weg weiter. Am besten orientiert man sich hier an den weißen Pfeilen mit rotem Punkt, die Drásal hier ganzjährig markiert hat. An der Kreuzung Pod Lysinou biegen wir scharf rechts bergauf auf die blaue Markierung Richtung Stiborové boudy und Křídlo ab. Wenn sich der letzte steile Anstieg der Tour legt, biegen wir für ein paar Tritte rechts zum Horizont ab, wo sich nach der Abholzung ein schöner Blick auf Rusava bietet.

Tipps für die Tour

Rusava liegt etwa 250 Höhenmeter unter uns, und das bedeutet, dass es bis zum Ziel schon nicht mehr wehtun kann. Hinter der Burgruine Křídlo eröffnen sich uns Ausblicke auf Hostýn. Der Waldweg geht in einen Schotterweg über, der sich später in eine Asphaltstraße verwandelt. Wir enden auf der Straße hinter dem Dorf Brusné. Wir halten uns rechts, und bis zum Ausgangspunkt in Rusava sind es dann weniger als 2 Kilometer durchs Tal.

Nach Rusava gelangen Sie mit dem Auto von Bystřice pod Hostýnem oder Holešova über das Dorf Brusné. Die Navigation wählt von Osten und Süden oft falsche Routen über Wege mit Einfahrverbot. Parken in Rusava ist an der Kreuzung bei der Einfahrt ins Dorf möglich, rund um das Gemeindeamt oder auch beim Schwimmbad. 

Wenn Sie für mehrere Tage anreisen, finden Sie hier ein Hotel, Ferienanlagen mit Hütten, Privatunterkünfte sowie einen Campingplatz. Während der Ferien gibt es in Rusava mehrere Restaurants und Kneipen, ansonsten sollten Sie eher mit einem Betrieb nur am Wochenende rechnen. Verpflegungsmöglichkeiten entlang der Strecke werden im Text erwähnt. Für die gesamte Runde empfehle ich ein Mountainbike für mehr Komfort. Wer ein geländetauglich abgestimmtes Gravel hat, sollte es auch schaffen. 

Ich hoffe, Sie haben die Strecke in vollen Zügen genossen!

Mit dem Mountainbike habe ich zu einer Zeit angefangen, als es Strava noch nicht gab und Federgabeln vor allem RST oder Manitou bedeuteten. Mein erster Drásal hatte nur eine einzige lange Strecke, und ein Held war jeder, der ins Ziel kam. Beim Šela Marathon standen wir zu 1000 in einer Reihe, und nach dem Start bildete sich gleich bei der Einfahrt ins Gelände ein Stau.
Seitdem habe ich Tausende Kilometer abgespult. Zum Bike kamen Rennrad und Segmente dazu, aber das Ziel ist gleich geblieben: aus Freude zu fahren, den Kopf frei zu bekommen und ab und zu an die Grenzen zu gehen.

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